"Das Vlies der Götter"

Die Alpakafaser gehört zu einer der wertvollsten Naturfasern die es gibt und wird auch "Vlies der Götter" genannt. 
Die Wolle ist so besonders durch ihre Faserstruktur:

Die Fasern sind innen hohl und weisen damit einmalige Thermoeigenschaften auf, die das Tragen von Alpaka Kleidungsstücken sowohl im Sommer als auch im Winter möglich machen.

Welche Eigenschaften weist die Alpakafaser auf? 


• Im Winter speichert Wolle von Alpakas die Wärme Ihres Körpers.

• Gleichzeitig isolieren die Fasern Sie vor Kälte und sorgen so für Wohlsein an kalten Tagen.

• Alpakawolle ist nicht nur weicher sie ist auch 5mal wärmer als z.B. herkömmliche Schafwolle

• Im Sommer sorgen die Fasern für einen Wärmeausgleich, da sie dazu in der Lage sind, Wärme an die Umgebung abzugeben.

• Schweiß (und Feuchtigkeit generell) wird von den hohlen Fasern aufgenommen und nach außen transportier

• Durch den geringen Lanolingehalt ist die Wolle auch bestens für Allergiker, Neurodermitis-, Rheuma-, und Gichtpatienten geeignet

• Der geringe Anteil an Lanolin verhindert eine unangenehme Geruchsbildung und wirkt antibakterielle Wirkung

• Verglichen mit anderen Naturfasern hat die Alpakafaser eine extrem hohe Reißfestigkeit (sie ist z.B. dreimal so reißfest wie Schafwolle).

• Alpakafaser ist pflegeleicht und schmutzabweisend. Bei leichter Geruchsbildung reicht es die Alpakaprodukte zu lüften.

• Es entstehen keine Verfilzungen die Wolle behält selbst unter extremer Beanspruchung stets die Form

• Alpakawolle ist Feuerfest 


Faserfeinheit

Neben dem „crimp“ (Kräuselung der Faser) ist die Feinheit ein wesentliches Zuchtziel bei den Alpakas. 
Faserfeinheit ist der Durchmesser der Faser, gemessen in Mikron. 
Ein Mikron ist ein Millionstel von einem Meter oder ein Tausendstel Millimeter. Um einen Mikrontest bei einem Alpaka zu erhalten, nimmt man ein Haarbüschel von ca. 2 Fingerbreit von der Mitte der Hauptdecke des Alpakas (ca. eine Handbreit unter der Rückenlinie). Diesen Haarbüschel schickt man dann an ein qualifiziertes Testlabor. Moderne Laserscannertechnik gewährt akkurate Ergebnisse der Mikronmessung. Man erhält ein Faserhistogramm und kann so die Faserqualität seines Alpakas besser einschätzen.


 Faserhistogramm: 
Die vier wichtigsten Größen des Faserhistogramms sind 
durchschnittliche Feinheit (Micron), 
mittlere Abweichung (SD), 
der Koeffizient der Variation (CVD) sowie 
der Komfort Faktor (CF). 
Die durchschnittliche Feinheit drückt in Mikron den Durchschnittswert der ca. 2000 einzelnen Haare der Faserprobe aus. 
Die mittlere Abweichung zeigt an, wie groß die Abweichung in der Faserprobe ist, ausgehend vom Durchschnitt. 
Der Koeffizient der Abweichung wird ermittelt, indem die mittlere Abweichung durch die durchschnittliche Feinheit geteilt wird und dann mit 100 multipliziert wird. So entsteht ein Faktor der Abweichung in Prozent. Je niedriger die mittlere Abweichung und der Koeffizient der Variation, desto gleichmäßiger ist die Faser und desto niedriger ist der Kratzfaktor. 
Es gibt eine Reihe von Interpretationen über die Feinheit. Jedoch kann man verallgemeinern, dass Alpakafaser unter 20 mikron außergewöhnlich gut ist, während alles über 30 mikron als sehr grob gilt. 
Faserqualität wird in erster Linie durch genetische Einflüsse bestimmt, kann jedoch auch durch das Alter, die Ernährung, Krankheit und Stress beeinflusst werden. 

Qualitätsstufen: 
Die Faser der Alpakas kann zwischen 13 und 30 mikron betragen. Auch Werte über 30 mikron können vorkommen. Die Faserindustrie in Peru unterscheidet zwischen 5 Feinheitsstufen der Alpakafaser: 

Royal: unter 19 micron


Baby Alpaca: zw. 19 und 21,9 micron


Superfine: 22 – 24,9 micron


Fine: 25 – 27,9


Alpaca: 28 – 30